THOMAS
WEIGL

Kontakt

thomas@eltigre.de
+49 15777595328

Comic Messenger

 WIE KANN DIGITALE KOMMUNIKATION DURCH VISUELLE KOMMUNIKATION EMOTIONALER WERDEN?

Digitale Kommunikation per Instant Messenger ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft geworden und sollte deshalb möglichst viele Mittel bieten, die es ermöglichen, sich seinem Gesprächspartner gegenüber auf verschiedensten Ebenen mitzuteilen. Reiner Text reicht dabei genauso wenig aus wie nur das gesprochene Wort in der Face-to-Face Kommunikation. Emojis, Sticker und GIFs stehen den Nutzern heute schon zur Verfügung und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Der Ausdruck von Emotionen mittels Stickern und GIFs ist jedoch unpersönlich, da dabei immer vorgefertigte Bilder oder Szenen verwendet werden müssen und sie nicht in der Lage sind, jeden emotionalen Zustand treffend darzustellen. Man ist dazu gezwungen, auf die Sticker oder GIFs auszuweichen, die einem in dem Moment zur Verfügung stehen. Emojis sind dagegen ein besseres Mittel zum Ausdruck von Stimmungen, da sie heutzutage von so gut wie jedem empfangen werden können und relativ vereinfacht nur eine Emotion und keine kompletten Szenen darstellen. Der Nachteil bei Emojis liegt darin, dass der Sender kaum Einfluss auf die Interpretation des Empfängers hat. So kann es leicht zu Missverständnissen kommen, falls Sender und Empfänger nicht das gleiche Verständnis von Emojis haben oder unterschiedliche Nutzungsverhalten aufweisen.

Gefühle und deren Ausdruck sind für die Humankommunikation essentiell und müssen daher auch in der digitalen Kommunikation, in der dafür Text, Bild, Ton und sogar Haptik in Form von Vibrationen auf dem Smartphone zur Verfügung stehen, ausreichend repräsentiert werden. Durch die Verwendung von Emojis wird versucht, die fehlenden non- und paraverbalen Zeichen zu kompensieren. Den Menschen in der heutigen Gesellschaft bleibt kaum mehr Zeit, ihr Gefühl ausreichend durch reinen Text mitzuteilen, weshalb Text in Kombination mit Bild verwendet werden muss. Ein Beispiel aus der analogen Welt, in der dies genauso geschieht, ist der Comic.

Seit Jahrzehnten werden hier Gefühle von handelnden Personen mithilfe von kurzen Texten und aussagekräftigen Bildern vermittelt. Mit der Zeit hat sich eine eigene Sprache im Comic entwickelt, die dazu dient, Emotionen darzustellen und welche vom Leser einfach verstanden wird. Die Herausforderung besteht nun darin, die Konventionen des Comic auf einen Instant Messenger zu übertragen. Allein durch die Gestaltung einer Sprechblase, die schon lange in Messengern Gebrauch findet, lassen sich verschiedene Stimmungen vermitteln. Durch gezieltes Design eines Messengers, der sich an den Konventionen des Comic orientiert, kann digitale Kommunikation gehaltvoller, emotionaler und persönlicher werden.

Bachelorarbeit

Download als PDF (10 MB)

Teilen:

Bachelor Arbeit.

Emotionalisierung digitaler Kommunikation

  • Client:Uni Project
  • Categories:
  • Skills:
    • After Effects
    • Flinto
    • Illustrator
    • Photoshop
    • Sketch
  • Teilen: